E-Commerce wächst um 50% Studie des Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh) veröffentlicht

von Andy Buschmann, am 22.08.2013 - Kommentieren
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Im 2. Quartal setzten die deutschen Online- und Versandhändler ihr Wachstum, wie schon in den Vorjahren, beständig fort. Insgesamt wurden im Zeitraum Waren im Wert von 11,8 Milliarden Euro per Versand umgesetzt. Das ist ein Umsatzplus von 10 Prozent zum 1. Quartal diesen Jahres. „Wir beobachten vor allem, dass die Verbraucher immer mehr Konsumbereiche ins Internet verlagern und damit die individuellen Onlineausgaben steigen“, sagt Dr. Friedemann Weber, Bereichsleiter der GIM Berlin.

Besonders erfreulich: von den 11,8 Milliarden Euro wurden 9,9 Milliarden Euro durch den E-Commerce erzielt. Das ist ein Wachstum von 50% zum Vorjahresquartal (April bis August)!

„Das Wachstum der Branche beeindruckt sehr und zeigt einmal mehr, dass der Interaktive Handel mittlerweile in einem großen Teil der deutschen Haushalte zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Besonders beachtlich ist zudem der Anstieg des E-Commerce-Anteils. Mit mittlerweile über 80 Prozent Anteil an der Gesamtbranche ist dieser Kanal ungeschlagener Spitzenreiter für die Bedarfsdeckung der Kunden beim Kauf auf Distanz“, so Christoph Wenk-Fischer, bvh-Hauptgeschäftsführer.

Zugelegt haben in den umsatzstärksten Warengruppen besonders Bekleidung und Schuhe, deren Umsätze (2,973 Milliarden und 1,078 Milliarden Euro) zusammen um fast 21% stärker ausfiehlen, als zu Jahresbeginn. Der Umsatz mit Büchern ist dagegen um 0,7 Prozent auf 1,268 Milliarden zum Vorquartal gesunken.

Die größte Umsatzsteigerung im Vergleich zum 1. Quartal 2013 realisierte die Warengruppe Garten/Blumen (mit 391 Mio. € ein Plus von 160,6 Prozent). Weitere Gewinner bei der Umsatzsteigerung waren Auto, Motorrad / Zubehör (mit 261 Mio. € ein Plus von 91,9 Prozent) sowie Hobby- und Freizeitartikel (mit 509 Mio. € ein Plus von 30,5 Prozent).

Digitale Dienstleistungen machten im untersuchten Quartal 2,8 Milliarden Euro.

Umsatzstärkster Vertriebsweg war – mit nur geringem Wachstum – „Online Marktplätze“ (eBay, Amazon, Rakuten & co.). Klassische Versandhäuser mit Katalog- und Online-Shop können mit einem Plus von 11,9% auf 1,982 Milliarden zuversichtlich sein. Besonders wachstumsstark waren jedoch reine Online-Händler und traditionell stationäre Händler (mit Ladengeschäft), die auch versenden. Ihr Umsatz stieg jeweils um mehr als 35 Prozent.

Zur Studie: Die Untersuchung „Interaktiver Handel in Deutschland“ wird in diesem Jahr zum achten Mal, aber im aktualisierten Design erstmalig vom Marktforschungsinstitut GIM-Gesellschaft für innovative Marktforschung im Auftrag des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh) in Kooperation mit ChannelAdvisor durchgeführt. Dafür werden rund 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter von über 14 Jahren von Januar bis Dezember 2013 telefonisch und per Onlinefragebogen zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen (z.B. im Bereich Downloads oder Ticketing) befragt. Das Endergebnis der Studie wird Anfang 2014 nach Abschluss der Umfrage veröffentlicht. Das heute vorgelegte Ergebnis basiert auf der Auswertung der Monate April bis Juni 2013.


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